spw-Kolumne von Pippa Kolmer und Carl Mühlbach: Warum Erben politisch ist - und warum junge Menschen darüber sprechen sollten
Mehr als die Hälfte des privaten Vermögens stammt inzwischen aus Erbschaften und Schenkungen. Unter den etwa 200 Milliardären liegt dieser Anteil deutlich höher. Gleichzeitig besitzen die reichsten 1,5 Prozent der Bevölkerung den überwiegenden Teil des Betriebsvermögens (ca. 86%). Vermögen sammelt sich damit immer stärker in den Händen weniger und bleibt über Generationen dort.
Das bleibt nicht ohne Folgen für die Gesellschaft. Finanzielle Macht geht häufig auch mit politischem Einfluss einher, etwa durch Unternehmensbesitz oder Medienbeteiligungen. Die extreme Vermögenskonzentration schwächt daher auch unsere Demokratie. Hinzu kommt ein ökonomischer Effekt: Vermögen wächst langfristig schneller als Einkommen. Wer bereits ein großes Vermögen hat, kann dies auch leichter vermehren.
Warum Erben also keine reine Privatsache, sondern sehr politisch ist, haben Pippa Kolmer und Carl Mühlbach in der neuen spw-Kolumne aufgeschrieben.